LiebLinks Special! - “Kölner Aufruf”
LiebLinks gib’s heute mal Dienstag, dafür in voller Pracht, größer und interresanter als je zuvor ;D. Diesesmal gibt es keine Linkliste, sondern einen “link -reichen”- Text. Es geht um die “Killerspiele” -Debatte, und damit der Artikel nicht vor lauter Anglizismen zu cool wird, verwende ich im Folgenden lieber “Gewaltspiele” :P. Der Zweck dieses Postings ist es, dir einen Überblick der aktuellen Situation zu vermitteln; die vielen Referenzen machen es möglich.
Jeder Gamer kennt es: Gewaltspiele werden verteufelt und für vielerlei Dinge beschuldigt; natürlich ohne wirkliche Belege, damit meine ich sämtliche unseriöse Studien. Schließlich braucht die Politik einen Sündenbock, die Unterhaltungsmedien. Was viele bisher noch nicht kannten ist der “Kölner Aufruf“. Letzterer soll klären wie der Krieg in die Köpfe und in die Herzen kommt (siehe Überschrift); wer hätte es gedacht, die Computerspiele sind an allem Schuld.
Die Sätze, die mir im Dokument persönlich am meisten auf den Sack gehen sind folgende; einer betrifft vor allem zukünftige -Entwickler:
“Wir fordern, dass die Games-Industrie keine staatliche Förderung und politische Unterstützung erhält;”
“[...] als Teil des militärisch-industriell-medialen Komplexes dazu, mit „Spielen“ die künftigen Soldaten heranzuziehen. Das Alltagsleben wird vom Krieg durchdrungen, um Akzeptanz für die derzeitigen und künftigen Kriege zu schaffen. Diese Spiele sind somit massive Angriffe auf Menschenrechte, Völkerrecht und Grundgesetz. [...]“
Wer sich als einigermaßen Fachkundiger den “Aufruf” durchliest wird sich schnell die Hand an die Stirn schlagen und ihn als lächerlich abstempeln. Das erklärt natürlich auch die aufgehetzten “tendenziell ältere[n] Leute, die dem ganzen Thema “neue Medien” nicht sehr nahestehen” - Gunnar Lott. (sprich: Hauptsächlich alte Säcke, die noch nie gezockt haben :P).
Gute, ausführliche Artikel dazu gibt es auf Gamestar, Kaliban und Tom’s Gaming Blog.
Wer sich mit diesem Thema noch nicht allzu sehr beschäftigt hat, sollte sich dieses “Statement zur Killerspiele-Debatte” ansehen: Verständlich, unterhaltsam, witzig :D. Des Weiteren gibt es hier eine kleine, aber feine Kurzdoku.
Huch, all das zum Fest der Liebe! Naja, dies sei’ mein kleiner Beitrag zur Weltverbesserung ;D.
Außerdem wünsche ich allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch :)! Ich bin nächste Woche im Urlaub; bis zum nächsten Artikel müsst ihr euch also noch ein wenig gedulden.
23. Dezember 2008 um 21:49 Uhr
Schöner Blog =) die Videos sind klasse xD
Ich prognostiziere mal, dass diese Diskussionen so langsam abebben werden. Die Spielindustrie wächst einfach zu stark und ist zu wichtig. Aber total verschwinden wird das Phänomen “Anti-Killerspiel-Bewegung” sicher nicht
28. Dezember 2008 um 18:10 Uhr
Krasser Artikel!
Natürlich muss ich zu dem Thema auch mal meine Meinung abgeben:
Es ist eine bodenlose Frechheit, wenn die Politiker Killerspiele für Amokläufe verantwortlich machen. Das ist eine richtig dicke Lüge und Ausrede. Vor allem, wenn die Politiker in anderen Bereichen lieber Geld für neue Kampflugzeuge ausgeben und die Schulen immer mehr verkommen lassen. Auch stopft man lieber 6 Milliarden Euro in eine vermurkstes Aktionchaos rein, als mal ein bisschen mehr Geld für die Bildung auszugeben. Du hast vollkommen recht, die armen Computerspiele sind der Sündenbock geworden, weil die Politiker von den wahren Problemen ablenken wollen. Ich bin gespannt wie das nur weitergeht…
PS: die Videos sind echt super. Vor allem das Statement xD